Die Ursachen von Halitosis oder Mundgeruch

Ein kürzlich vom Institut für Mundgeruch veröffentlichter Bericht zeigt, dass die Mehrheit der Patienten (60 %), die sich in den angeschlossenen Kliniken in Spanien und Portugal behandeln lassen, an Mundgeruch leiden, der seinen Ursprung im Mundraum hat. Allerdings ist der Anteil der Mundgeruchsfälle dieser Art in den letzten Jahren zurückgegangen. Mögliche Erklärungen hierfür sind das zunehmende Bewusstsein der Bevölkerung für Mundhygiene und die einfacheren Diagnosemöglichkeiten.

Nicht orale Ursachen (Atemwege, Verdauungstrakt oder systemischer Ursprung) sind für 17 % der vom Institut de l’Haleine diagnostizierten Fälle verantwortlich. Diese Ursachen sind schwieriger zu erkennen und erfordern in der Regel den Einsatz fortschrittlicherer Technologien, weshalb sie in der Regel im Rahmen einer fachärztlichen Halitosis-Sprechstunde festgestellt werden können.

Die restlichen 23 % der Patienten, die die Dienste des Institut de l’Haleine in Anspruch nehmen, sind Fälle, in denen keine Halitosis diagnostiziert wurde. Bestimmte Umstände wie verminderte Speichelsekretion, Verdauungsprobleme, Stress/Angstzustände können zwar manchmal zu echter Halitosis führen, aber auch Geschmacksempfindungen hervorrufen, die von den Patienten als Geruchsempfindungen wahrgenommen werden. In dieser Situation haben die Patienten eine Selbstwahrnehmung, die einer Halitosis ähnelt, obwohl die VOC- oder CSV-Werte in Wirklichkeit nicht über dem Normalwert liegen (es handelt sich um eine Pseudo-Halitosis). Immer häufiger werden auch Facharzttermine zur Halitosis von Personen in Anspruch genommen, die lediglich den Zustand ihres Atems überprüfen lassen und Ratschläge zur Vorbeugung von Halitosis erhalten möchten. Dies ist insbesondere auf das Bewusstsein für die negativen Auswirkungen zurückzuführen, die Halitosis auf ihr Privat- und Berufsleben haben kann (und auf die Tatsache, dass man an Halitosis leiden kann, ohne es zu wissen).

Pathologien und klinische Zustände, die mit der Produktion flüchtiger Verbindungen zusammenhängen, können mit einer ganzen Reihe von medizinischen Fachgebieten in Verbindung stehen, darunter Stomatologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Gastroenterologie, Pneumologie, Innere Medizin, Endokrinologie, Nephrologie, Neurologie und Psychiatrie.

Endokrinologie; Nephrologie; Neurologie und Psychiatrie.

Hier sind einige Beispiele für Erkrankungen und prädisponierende Faktoren, die am häufigsten mit Mundgeruch in Verbindung gebracht werden:

Der Begriff

Sprechen wir offen über Mundgeruch, um die von Wissenschaftlern verwendete Terminologie besser zu verstehen und uns mit ihr vertraut zu machen.

1. Was ist Halitosis?
2. Psychologische und soziale Folgen
3. Mundgeruch im Laufe der Zeit – eine Geschichte

Die Diagnose

Identifizieren wir die wirksamsten klinischen Verfahren für eine genaue Diagnose der Ursachen von Mundgeruch, um die beste Behandlung auszuwählen.

1. Diagnosemethoden
1.1 Selbstwahrnehmung
1.2 Organoleptische Geruchstests
1.3 Messung der in der Atemluft enthaltenen gasförmigen Substanzen
1.4 Laboranalysen
2. Psychologische Tests
3. Begleitende Anzeichen und Faktoren