Übelriechende Verbindungen

Die Geruchswahrnehmung beruht auf chemischen Substanzen in der Luft, die die Rezeptorzellen des Riechkolbens anregen können. Diese Substanzen, die sich in ihrer Zusammensetzung und ihren physikalisch-chemischen Eigenschaften unterscheiden, haben zwei gemeinsame Eigenschaften: Flüchtigkeit und Löslichkeit. Es gibt jedoch keine chemische Gleichung, mit der sich bestimmen lässt, ob eine Substanz einen angenehmen oder unangenehmen Geruch hat.

Früher glaubten Ärzte, dass Atemgeruchsstörungen mit Krankheiten in Verbindung stehen könnten, die sie anhand ihres spezifischen Geruchs in der Ausatemluft des Patienten zu erkennen versuchten. Die moderne Atemgasanalyse begann in den 1970er Jahren, als es Linus Pauling (Nobelpreisträger für Chemie) gelang, mehr als 200 flüchtige organische Verbindungen (VOC) nachzuweisen – wenn auch ohne sie zu identifizieren –, die er mithilfe von Gaschromatographie-Verfahren trennen konnte. Damit wurde erstmals nachgewiesen, dass „normaler“ menschlicher Atem ein Gas mit komplexer Zusammensetzung ist.

Die dreitausend Verbindungen des menschlichen Atems.

Heutzutage gibt es moderne Analysegeräte, mit denen sich die verschiedenen vom menschlichen Körper ausgeatmeten Verbindungen identifizieren und messen lassen. Allerdings ist der Einsatz dieser Geräte noch nicht weit verbreitet. Die bekanntesten Tests sind diejenigen, die das Vorhandensein des Bakteriums Helicobacter pylori, die Konzentration von Ethanol und Acetaldehyd (Alkoholtests) sowie Stickstoffmonoxid bei Asthma nachweisen. Derzeit entwickelt sich ein Bereich, der in der wissenschaftlichen Gemeinschaft großes Interesse weckt: die Früherkennung von Lungenkrebs anhand dieser ausgeatmeten Verbindungen.

In den letzten 30 Jahren wurden verschiedene Verbindungen identifiziert, und es wurde festgestellt, dass Ausatemluftproben (von einer und derselben Person) mehr als 200 VOC (flüchtige organische Verbindungen) enthalten können. Bestimmte Faktoren können die Zusammensetzung des menschlichen Atems beeinflussen, wie beispielsweise die körperliche Verfassung der Person, das Vorliegen verschiedener Erkrankungen, der allgemeine Gesundheitszustand, der Verzehr bestimmter Lebensmittel, die Einnahme von Medikamenten, Umweltfaktoren und der Lebensstil. Bis heute wurden mehr als 3000 verschiedene Verbindungen im Atem nachgewiesen. Es ist anzumerken, dass die International Association for Breath Research (IABR) über eine ständig aktualisierte Datenbank verfügt, in der alle flüchtigen Substanzen menschlichen und tierischen Ursprungs gespeichert sind, die in den verschiedenen Analysezentren weltweit entdeckt werden.

Flüchtige Verbindungen

Die in der Ausatemluft enthaltenen flüchtigen Verbindungen lassen sich in drei große Gruppen einteilen:

Der Begriff

Sprechen wir offen über Mundgeruch, um die von Wissenschaftlern verwendete Terminologie besser zu verstehen und uns mit ihr vertraut zu machen.

1. Was ist Halitosis?
2. Psychologische und soziale Folgen
3. Mundgeruch im Laufe der Zeit – eine Geschichte

Die Diagnose

Identifizieren wir die wirksamsten klinischen Verfahren für eine genaue Diagnose der Ursachen von Mundgeruch, um die beste Behandlung auszuwählen.

1. Diagnosemethoden
1.1 Selbstwahrnehmung
1.2 Organoleptische Geruchstests
1.3 Messung der in der Atemluft enthaltenen gasförmigen Substanzen
1.4 Laboranalysen
2. Psychologische Tests
3. Begleitende Anzeichen und Faktoren